Archive for the 'Einblicke' Category
Sinnieren über die Abgründe des Seins
Monday, May 12th, 2008Alpha-Bloggen schützt vor Dummheit nicht
Wednesday, April 2nd, 2008Es war kein Aprilscherz, auch wenn es sich so liest: Don Alphonso, vulgo Rainer Meyer, begnadeter Schreiber und einsamer Kämpfer gegen die „Johurnaille“, Verachter aller „Linknutten“, „Kommentarspammer“ et pipapo mutierte zum Blockwart.
Mit Recht hatte er jeweils angeprangert, dass in sogenannten Social Networks wie StudiVZ unbedarfte Mitglieder „Partyfotos“ hochluden oder in kompromittierende Gruppen eintraten. In diesem Zusammenhang fiel auch oft der Begriff „Stalking“. Nun liefert er selber Stoff dazu.
Ich würde dies nicht weiter erwähnenswert finden, wenn ich nicht Don Alphonso stets Redlichkeit zugesprochen hätte. Natürlich konnte ich seinen analfixierten Passagen nichts abgewinnen, aber er brachte doch vieles auf den Punkt, das man sonst nirgends las. Und nun dies: Eine Fotografie von drei Mädchen (deren Identität wohl erkennbar ist) mit Spekulationen über deren Zukunft, garniert mit Kommentaren seiner Frères cochons.
Ich begreife es einfach nicht.
Sein letzter Kommentar auf eine Kritik zum Eintrag: „Niggemeiers Spammer in anderer Verkleidung.“ Etwas später korrigiert zu: „Die gelöschten ‘Storygirl’ und ‘bayern’ sind Niggemeiers Spammer in anderer Verkleidung.“
(Hier die gelöschten Einträge als Screenshot.)
Update:
„storygirl“ liess nicht nach – und das muntere Kommentarlöschen ging weiter. :)
Screenshot 2
Screenshot 3
Screenshot 4
Daraufhin warf sich noch „sunny5“ in die Bresche, mit demselben Resultat. Nur dass Don Alphonso glaubte, noch eine persönliche Spitze einbringen zu müssen. Ein absolutes NoNo für einen sonst doch so mimosenhaften Blogger, der sich sogar betupft fühlt, wenn jemand seinen Quelltext liest …
Netterweise gab DA dann doch noch einen Einblick in seine Produktionsweise: „… es liegen sehr oft Wochen und viele Kilometer zwischen Bildern und Texten“.
Das gibt netterweise auch Einblick in eine seltsame Logik. Als ob es vom Aufnahmeort abhinge, wie gross der Bekanntenkreis der Mädchen ist, oder die Erkennbarkeit der drei als „Clique“.
Nun, das Web ist zwar WorldWide, aber mit Ausnahme von „rebellmarkt“.
Natürlich hat Don Alphonso mit den Rauswürfen nur von seinem Hausrecht Gebrauch gemacht. Das kann man ihm nicht vorwerfen. Aber es wirft doch ein eigenartiges Licht auf seinen Umgang mit unbequemen Kommentatoren.
Ich behaupte im übrigen nicht, dass das ganze justiziabel sei. Das ist bloss eine Vermutung. Und vor allem: wo kein Kläger … Aber zwischen Schwarz und Weiss gibt es bekanntlich noch verschiedene Grautöne.
Update 2:
Don Alphonso misstraut seinen eigenen Vorschlägen zur Schadensbegrenzung und löscht einfach weiter:
Wie hypsch nun alles geworden ist …
Tuesday, March 11th, 2008Walaam
Sunday, February 17th, 2008Walaam ist ein Archipel im nördlichen Teil des Ladogasees. 61°23 N / 30°75 O. 36 km². Um die 50 Inseln.
Walaam ist Naturschutzgebiet, Forschungsstation und — das “Athos des Nordens”.

Ich war dort. Mehrmals. Nicht auf Pilgerreise, aber auch nicht als Mäzen der orthodoxen Kirche. Es gibt/gab noch andere Wege, die ich aber keinesfalls verraten werde.
Von meinen Spaziergängen — von Wanderungen kann bei diesen Ausmassen nicht die Rede sein — soll diese Fotostrecke berichten, ohne Worte.
Jetzt hab ich’s trotzdem getan.
Saturday, January 5th, 2008Es war ja keineswegs so, dass ich nicht gewarnt gewesen wäre. Es fehlte nicht an Stimmen, die mich nicht hellhörig gemacht hätten; und eine gewisse Lebenserfahrung hätte mich eh davon abhalten müssen, mir dies anzutun. Man muss ja nicht alles wissen, sehen wollen.
Trotzdem tat ich den Griff in die Grabbelkiste, dort, in der Schmuddelecke der Videothek.
Es war nicht jene Ecke, die von Klerikern verteufelt wird. Schlimmer: es war jene Ecke die auch von Klerikern handelt. Und von Macht und Sendungsbewusstsein. Hier geht’s nicht um Blowjobs — die Jobs sind schmutzig, Latex wird zu währschaftem Tuch, der Inzest intellektuell.
Zu Beginn glaubte ich ja, es sei bloß das Psychogramm, beziehungsweise die Selbstdemontage eines unsäglichen Schwätzers. Das Ganze habe mit Christoph Blocher nichts zu tun, der würde sich im Gegenteil von seinem älteren Bruder distanzieren …
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Falls es wirklich jemanden gibt, der das Video noch nicht gesehen hat:
(…) Am Schluss landen beide auf der Couch, einvernehmlich — der große und daneben der leicht zappelige, stolze kleine Bruder. Die Kamera geht in die Totale. Wie ausgesetzt wirken die beiden unter Hodlers überlebensgroßem Holzfäller, der zu einem gewaltigen Schlag ausholt. Ein irres Gekicher ist hörbar. Zwielicht herrscht. Da hat wohl einer bereits das Licht ausgeknipst.
Nicht der letzte, wie man immer meint. Nein, der letzte schließt leise die Tür, dreht den Schlüssel und wirft ihn weit weg.
(Lesetip, immer mal wieder: Sartre, “huis clos”!)

