Karfreitagsvesper
Friday, March 21st, 2008Karfreitag, Vesperzeit. Da ist natürlich Fasten angesagt, das heisst: kein Fleisch, nur Fisch. Nix mit lecker Schweinswürstchen und Bauchspeck! Statt währschaften Bauernbrotes gibt es nur dünne Weissbrotscheiben, ab Darre, mit etwas Butter überhaupt genussfähig gemacht und mit ebenso dünnen, ungekochten Lachsscheiben belegt.
Auch Streichleberwurst ist verboten. Sie wird ersetzt durch einen marmeladeartigen Aufstrich aus Fischeiern.
Für einmal wird man auf seinen geliebten „Vin du pays“ verzichten. Dann nimmt man halt mit diesem furztrockenen sprudelartigen Weisswein vorlieb, einem Mischmasch von Restbeständen, das kurz vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums zusammengeschüttet wurde, geschüttelt und nicht gerührt.
Die Katholiken allerdings gehen zur Vesper in die Kirche, Juden erleuchten. Ja, darf man wieder, ratzfrech: „Wir wollen beten für die Juden. Dass unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen.“ (s.a. taz)
Dazu passt auch, dass der Vatikan einen Bedarf von 3000 Profi-Exorzisten ausgemacht haben will.
Die treiben nebst Teufeln auch Homosexualität aus. Dabei: Wer auf Kerls in Pink steht, wird in diesen Tagen voll auf die Rechnung kommen. Ratzi et fatzi!
Es wäre mal wieder eine Sizilianische Vesper angesagt!